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Das Dritte Testament

Christusfigur

Hier folgen verschiedene Zitate, in denen Martinus von seiner Mission erzählt. Diese Worte wurden an seinem Lebensabend geschrieben, als die Literatur fertig war und das Einzige, was noch ausstand war, es der Öffentlichkeit als das Dritte Testament der Bibel vorzustellen.

»Was ist ‚der Beistand, der Heilige Geist'? – Das ist absolut keine Person, kein neuer Christus, der kommen und ein Verbindungsglied zwischen der Gottheit und den Menschen sein sollte. Es ist eine Wissenschaft über das Weltall und somit über Gott. Es muss eine Aufzeichnung der Lösung des Mysteriums des Weltalls sein. Es ist also ein ‚Buch', in dem die Menschen lesen können, so wie sie in der Bibel lesen können.

Dieser von Christus angekündigte ‚Beistand, der Heilige Geist, den der Vater senden sollte', ist also ein ‚Buch des Lebens' oder ‚des Wissens', das für die Menschheit manifestiert werden sollte. Aber ein Buch mit der wirklichen Wahrheit über die Gottheit und das Weltall kann nur die Fortsetzung der von Christus vor bald zweitausend Jahren begonnenen kosmischen Weltkultur unter dem Begriff ‚Christentum' sein. Es muss ein Buch sein, das eine intellektuelle und keine dogmatische Schule oder Lehranstalt innerhalb des Christentums sein kann. Es muss ein Buch sein, das die fertige christliche Weltkultur, sowohl als physische wie auch als geistige Manifestation aufweist. Es muss ein Buch sein, das sowohl die Kulmination der Finsternis wie auch die des Lichts und die daraus bestehende Lebensfunktion im Weltall – die Unsterblichkeit der Wesen – durchleuchtet.

Es muss ein Buch sein, das die Unendlichkeit und die Ewigkeit und die daraus entstandenen Lebensfunktionen in Form von ‚Zeit' und ‚Raum' aufweist und dessen Hauptfazits ‚Allwissen' und ‚Allmacht' sind, deren vollkommene Zusammenarbeit die ‚Allliebe' ausmacht und somit dasselbe ist wie das ewig Lebendige in den Lebewesen. Wir sind hier am ‚festen Punkt' des Weltalls und dessen Ursprung dem ‚Vater des Lebens', bei der absolut einzigen, alles durchstrahlenden, ewigen Gottheit angelangt.

Ein solches Buch kann nicht umhin, ‚das viele Mehr' zu enthalten, das Christus der Menschheit zu verkünden hatte, das Gott aber kommenden Geschlechtern später geben wollte. Ein solches Buch kann nicht umhin ‚der Beistand, der Heilige Geist' zu sein. Aufgrund seines fundamentalen Unterbaus des Christentums und kraft seiner Verwandtschaft mit den beiden Testamenten der Bibel, ist es rechtmäßig als ‚Das Dritte Testament' zu bezeichnen. Dieses ‚Dritte Testament' ist also das Buch der Weisheit oder des Wissens. Es zeigt uns die ewige Strahlenflut der ‚Allliebe'. Es weist auf das ‚Abbild Gottes' hin, in dem alle lebenden physischen Wesen durch Reinkarnation oder Wiedergeburt dabei sind, erschaffen zu werden. Hier im ‚Dritten Testament' sieht man, dass alle unfertigen Wesen , d.h. ‚physischen Wesen', Tiere sowohl als Menschen, sich auf demselben Weg befinden, auf einem Weg, der unerschütterlich zu ‚kosmischem Bewusstsein' und damit zum Erleben der Goldglorie, dem goldenen Licht, dem ewig Lebendigen in den Lebewesen und damit zum ‚Christusbewusstsein' und dem ‚eins mit Gott sein' führt. Christus war ja das Modell für die Erschaffung des Bewusstseins Gottes im Menschen. Sagte Christus nicht gerade: ‚Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde'? (M 28:18) Wie sollte er sonst, ohne diese Kapazität, das ‚Abbild Gottes' sein können? Und wie sollte ein anderes Wesen im gleichen Abbild erschaffen werden können, ohne dass es die gleiche Kapazität zur Folge hat?

‚Der Beistand, der Heilige Geist' ist also in Form des vorliegenden ‚Dritten Testaments' eine Fortsetzung der Christusverkündung. Es ist eine Fortsetzung der Verkündigung vom ewigen Licht des ‚Bethlehem-Sterns'. In diesem ewigen Licht wird hier der Welt die Lösung der größten Prinzipien des Lebens und damit das unerschütterliche Fundament des Christentums, das Lebensfundament des Glücks und der Seligkeit offenbart.« (Zitate aus unveröffentlichten Manuskripten)

Christus sagte voraus, dass ein anderer »Beistand« später kommen und alles erklären würde, was die Jünger nicht verstehen konnten als sie mit ihm zusammen waren. »Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er von mir zeugen. Dann wird man den Menschensohn kommen sehen in den Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit. Dies habe ich euch gesagt, während ich bei euch bin. Aber der Beistand, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Aber ich sage euch: Hiernach werdet ihr den Menschensohn zur rechten Seite der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.«

Den Sinn des Versprechens Christi für die Zukunft erklärt Martinus im Artikel Geistige Wissenschaft (Kosmos 1999) folgendermaßen: »Was ist es denn, das die Menschheit jetzt begehrt oder nötig hat? Ist es ein neuer Prophet, ein neuer Messias, ein neuer Welterlöser? Nein nicht im früheren Sinne des Wortes. Ein jeder, der heute kommt und sagt, dass er ein neuer Christus oder ein neuer Messias wäre, hört ausnahmslos zu der Kategorie, die Christus als zukünftige falsche Propheten bezeichnete. Was eine neue Welt benötigt, sind keine religiösen Dogmen. Die größten Wahrheiten in der Form von Dogmen sind ja Jahrtausende lang verkündet worden, sodass ein jeder, der kommt und den Menschen nur dieselben Dogmen geben kann, nur ein Plagiat des wirklichen Messias oder Christus sein kann. Und wenn er dann darüber hinaus verlangt, das man blind an ihn glauben soll und ihm nachfolgen, ist seine Identität als falscher Christus eine offensichtliche Tatsache für jeden, der wirklich eine hochintellektuelle Einsicht in die höchsten Tatsachen des Lebens hat. Dann erfüllt er nicht das Versprechen Christi von dem, der kommen sollte, denn Christus hat keinen neuen Führer oder geistigen Diktator angekündigt, sondern eine hochintellektuelle Analyse des größten Problems des Lebens oder die Lösung des Lebensmysteriums selbst und zwar so, dass ein jeder sein eigener Christus wird. Eine solche Analyse ist nämlich alleinig der ‚heilige Geist'.

Meine Analysen bilden eine zusammenhängende Gedankenkette, die mit der Intelligenz zu erkennen ist. Es ist nicht meine Aufgabe ein Messias, ein neuer Christus, ein neuer Welterlöser im gewöhnlichen Sinne zu sein. Ich möchte zweifellos sehr ungern die Ursache einer solchen Situation sein, dass die Menschen dazu suggeriert werden, von mir abhängig oder mental gebunden zu sein, und dass ich dadurch in gewisser Weise eine Art geistiger oder mentaler Diktator werden würde, dem sie blind folgen sollten. Nein ich wünsche allen Wesen die Freiheit, selber zu denken und einen eigenen Gedankengang zu finden und sein eigener Welterlöser, sein eigener Christus zu werden. Der Unterschied zwischen meiner Aufgabe und der der Propheten liegt darin, dass, während die Propheten Wesen waren, die ihre Mitwesen dazu suggerierten, kraft der Dogmen an sie zu glauben und also Wesen waren, denen man, aufgrund der eigenen intellektuellen Unfähigkeit, folgen musste und auf die man sich stützen musste, ist meine Arbeit von einer solchen Natur, dass sie das Individuum in Stand setzt, frei und selbständig zu denken. Die Lösung des Lebensmysteriums wird dem Wesen zur theoretischen Tatsache. Es ist kein Glaube, keine Suggestion erforderlich. Meine Arbeit gibt dem Wesen Kenntnis. Die Aufgabe der Welterlösung ist es also jetzt den Individuen – keinen Glauben, sondern – Wissen zu geben. Und mit selbständigem Wissen ist man von mir nicht abhängig, wie man es wäre, wenn man nur glauben würde.«

(Text von Rolf Elving. Für eine ausführliche Symbolerklärung wird auf Das ewige Weltbild II verwiesen)

 

Schicksalsbogen

Wir sehen einen orangefarbenen Bogen, der von links zum Zentrum des Symbols geht. Der Bogen symbolisiert, dass wir einer feindlichen Handlung preisgegeben waren. In diesem Falle handelt es sich um die Verfolgung, die Christus erlebte und die zur Kreuzigung führte. Ein besseres Vorbild für die Kunst des Vergebens als das, was wir durch Christi Leben und Werk bekommen haben, gibt es nicht. Ans Kreuz genagelt, betete er um Vergebung für die Henker. Diese liebevolle Haltung dem Feind gegenüber, wird auf dem Symbol mit dem gelben Bogen, der vom Zentrum des Symbols nach rechts geht, illustriert. Dass dieser Bogen gelb ist, zeigt, dass wir mit der alles vergebenden Haltung Christi die Lebenszone des Tierreichs verlassen haben. Wir befinden uns im Reich des richtigen Menschen. Dies sagte auch Christus selbst: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt«. Was war es denn, dass Christus wusste, was seine Feinde aber nicht wussten? Diejenigen, die ihn kreuzigten, kannten sich selbst nicht! Sie wussten nicht woher sie kamen und auch nicht wohin sie gingen. Sie wussten nicht, dass man das, was man seinem Nächsten antut, in Wirklichkeit sich selbst antut. Sie haben nicht verstanden, dass »wir ernten, was wir sähen«. Sie waren blind für die Ewigkeit. Das war Christus dagegen nicht. Seine Botschaft war, dass wir unsere Feinde lieben sollen. Am Kreuz bewies er, dass er so lebte wie er lehrte. Er betete um Vergebung für seine Henker. Sie wussten nicht was sie taten. Christus wusste sehr wohl, dass die Menschheit erst in einem späteren Stadium der Entwicklung die logische Erklärung der Liebeslehre würden verstehen können. Das geht aus folgender Aussage hervor: »Wenn der Beistand kommt, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er von mir zeugen«.

(Text von Rolf Elving. Für eine ausführliche Symbolerklärung wird auf das Buch Das ewige Weltbild II verwiesen.)

 

Physische und geistige Leben

 Das Dritte Testament erklärt, dass unser jetziges Erdenleben ein Glied in einer unendlichen Kette ist. Die großen orangefarbenen und gelben Bogen oben treten unten verkleinert immer wieder wiederholt auf. Sie wechseln die Farbe von orange zu gelb in der Richtung von links nach rechts, was die Entwicklung vom Tier zum Menschen symbolisiert.

Das Leben wird hier aus der Perspektive des Ewigen betrachtet. Die rechteckigen orangefarbenen und gelben Felder, die nach einander folgen, symbolisieren ein einziges Erdenleben, von Geburt bis zum Tode. Die kleineren weißgelben Rechtecke symbolisieren den Aufenthalt in der geistigen Welt zwischen den physischen Erdenleben. Die Bogen, welche die verschiedenen Erdenleben mit einander verbinden, symbolisieren unsere Handlungen, symbolisieren alles, was wir der Umgebung gegenüber tun, d.h. Gott oder unserem Nächsten gegenüber. Da wir gemäß Christus »ernten, was wir säen«, sind wir folglich selber die Ursache all des Bösen, bez. all des Guten, das wir erleben. Durch die Handlungen dem Nächsten gegenüber entsteht unser Schicksal.

Unser jetziges Schicksal ist das Resultat von Handlungen, deren Wurzeln sich weit zurück in frühere Erdenleben verzweigen. Mit unseren heutigen Taten sähen wir Wirkungen, deren Resultat wir erst in künftigen Leben ernten werden. Kein Wunder, dass Christus lehrte, dass der Weg aus der Finsternis und dem Leiden heraus über das Vergeben führt, d.h. wir müssen unseren Feinden vergeben! Das Leid, das wir erleben, ist keine Strafe eines zornigen Gottes. Das Schicksal ist vielmehr die persönliche Ansprache eines liebevollen Gottes an jeden von uns. Es geschieht nichts Ungerechtes. Wir ernten, was wir sähen. Alles ist Unterricht und Entwicklung. Mittels der Einweihung in der Finsternis, werden wir für die Einweihung im Licht und der Liebe vorbereitet.

Viele Erdenleben mit Erwerben von Erfahrungen und mentaler Übung sind dazu erforderlich, um »der vollkommene Mensch, im Abbild Gottes« zu werden. Dies ist das Ziel jeglichen Lebens, das in physischer Materie inkarniert ist. Gott schenkt, kraft der unzähligen Leben in der physischen Welt, seinem ewigen Gottessohn schließlich sein eigenes allmächtiges, allwissendes und alles liebende göttliche Bewusstsein. Wir werden alle einmal so wie Christus sein und können dann sagen: »Ich und der Vater sind eins«.

(Text von Rolf Elving. Für eine ausführliche Symbolerklärung wird auf Das ewige Weltbild II verwiesen.)

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