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Martinus' Mission

Das erste Kapitel aus »Mentale Souveränität« von Martinus. Das Buch heißt »Kosmisches Bewusstsein« und enthält auch »Mentale Souveränität«. © Martinus Idealfond

Wie ich schon erzählt habe, begann meine geistige Mission mit einigen psychischen Erlebnissen, und die Spezielle Struktur dieser Erlebnisse war für mich etwas ganz Persönliches. Was für andere Menschen von Bedeutung werden sollte, war der Umstand, dass die Erlebnisse mich in einen Zustand versetzten, der mich instand setzte, eine weitgehende Kenntnis über das Universum zu empfangen, ja der göttlichen Weltplan selbst wurde meinem Fassungsvermögen vollkommen klar, wurde zu wachem Tagesbewusstsein. Ich erhielt die Fähigkeit, Dinge zu erfassen, die unmöglich nur durch physische Wahrnehmung erlebt werden konnten. Ich sah, wie alle abgegrenzten Dinge, unabhängig von Größe, eine Offenbarung der Unendlichkeit und somit der Ewigkeit waren. Die Ewigkeit zeigte sich also als der feste Punkt, während die Zeit und damit der Raum das Bewegliche waren. Da ich demzufolge in der Ewigkeit bewusst war, war ich identisch mit »dem Absoluten«, »dem Unvergänglichen« geworden und sah alles mit »diesem Absoluten«, »diesem Unvergänglichen« als Ausgangspunkt. Da ich in der Ewigkeit bewusst wurde und identisch mit der Unsterblichkeit war, überlebte ich jeglichen Zeitbegriff. Ich existierte sowohl vor als nach jedem Ding und konnte folglich dessen Alpha und Omega, dessen Anfang und Ende und dessen ganze Lebensbahn sehen. Und diese Erlebensfähigkeit habe ich in meinem Hauptwerk Livets Bog »kosmisches Bewusstsein« genannt, gleichermaßen wie ich die Beschreibung der Einzelheiten des Lebens mit dieser Beobachtungsgabe als Ausgangspunkt »kosmische Analysen« genannt habe. Diese meine »kosmischen Analysen« sind also dasselbe wie Beobachtungen, die durch meine Befreiung von der Zeit und dem Raum ermöglicht wurden. Meine psychischen Erlebnisse waren also ein Prozess, der sozusagen plötzlich zu dieser Befreiung in meinem Bewusstsein führte. Ich hatte eine »Einweihung« erlebt. Durch diesen Prozess war mein Bewusstsein verwandelt worden. Während ich vorher nur in einer bestimmten Zeit und in einem bestimmten Raum bewusst war, war ich nun gewissermaßen in allen Zeiten und jedem Raum bewusst. Während mein Bewusstsein vor diesem Erlebnis als ein ausschließlich »lokales Bewusstsein« bezeichnet werden konnte, konnte es nun als »universelles Bewusstsein« bezeichnet werden. Und nach dieser Veränderung des Bewusstseins fiel es mir leicht, mich hinsichtlich des Schicksals des Lebewesens und somit der Erdenmenschheit zu orientieren. Es fiel mir leicht zu sehen, dass der ganze Ozean von Leiden, in dem sich die Erdenmenschen befinden, alleinig darauf zurückzuführen ist, dass sie mental noch nicht frei sind. Sie sind noch von der Zeit, vom Raum und von der Materie gebunden. Ihre Lebens- und Weltauffassung hat deshalb nichts mit dem ewigen Leben selbst zu tun. Sie machen höchstens nur eine Lokalität des Weltalls selbst aus. Aber nur eine Lokalität zu kennen oder wahrzunehmen und zu glauben, dass diese die Ganzheit sei, ist ja dasselbe wie von Illusionen leben. Von Illusionen zu leben, ist jedoch dasselbe wie Irrtümern zu unterliegen. Und da ein Leben, das auf Irrtümern beruht, ausschließlich Enttäuschungen zur Folge haben kann, haben wir hier die Ursache dafür, dass das tägliche Dasein der Erdenmenschheit ein Leben voller Enttäuschungen, Kummer und Leiden ist.

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